Keine Beichte! Alles fast bestens, Pater

Er hat vier Kinder von drei Frauen, und auch sonst ist Robert alles andere als ein Vorzeige-Katholik. Dennoch glaubt der Endvierziger, mit sich und der Welt im Reinen zu sein. Er mag zwar die Kirche als Ort des Zusammenkommens und allgemeiner Behaglichkeit, kümmert sich aber um Regeln und Gebote kaum. Genau genommen führt er nur den Wunsch seiner letzten (verstorbenen) Frau aus und bemüht sich darum, seine Kinder im Umfeld der Kirche großzuziehen. Als seine Tochter Maren vor der Erstkommunion steht und sie mit den anderen Kindern das Fest der Versöhnung begeht, kommt Robert dem Beichtstuhl gefährlich nahe. Die Einladung des unkonventionellen Priesters, näher zu treten, will er abschlagen, da er wenig von Beichte, Buße und Neuanfang hält. Aber vielleicht entsteht gerade deshalb im Rahmen eines Kammerspiels ein offener Dialog über Religion und Sehnsucht, Schuld und Vergebung, Lachen und Gottvertrauen.